Falcon

Entstehungsgeschichte

Falcon ist der Marktführer auf dem Gebiet des Range Cooking: Wir bieten eine breite Palette innovativer Herde, die in Großbritannien für ihr Design und ihre überragende Funktionalität berühmt sind. Ob mit der markanten Optik des Elan oder der bahnbrechenden Modernität des Elite: Rangemaster präsentiert sich als dynamisches Unternehmen voller Ideen.

Die Geschichte unseres Unternehmens reicht mehr als 200 Jahre zurück – allein in den letzten drei Jahren haben wir viele Millionen Euros  in unsere Produktionsanlage in Royal Leamington Spa investiert und dort ein hochmodernes Design- und Produktionszentrum geschaffen.

Die Geschichte des Unternehmens Falcon beginnt im Jahr 1777 (zu einem Zeitpunkt, als die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika gerade einmal ein Jahr alt war) mit dem ehrgeizigen Unternehmer John Flavel. Er gründete eine Gießerei, die sich zunächst auf „Dampfbäder“ spezialisierte, angeregt durch die „Spas“ (Bäder) von Leamington; später kamen dann auch Herde dazu.

1803 siedelte das Unternehmen nach Leamington Spa um, wo sich die Flavels über Generationen zu einer der führenden Familien und einem wichtigen Arbeitgeber in der Stadt entwickelten.

1833 wurde die grosse Eagle Giesserei errichtet. Diese entstand am Standort Leamington dort, wo heute das Presswerk steht. 1859 wurde dieses Werk als „die weltweit größte Fabrik ihrer Art“ beschrieben. Dank der neuen Gießerei konnte John Falcon’s Sohn William seine Aktivitäten ausbauen, und 1830 gelang ihm schließlich eine epochemachende Erfindung: der Range Cooker „Kitchener“.

Der mit Festbrennstoff befeuerte gusseiserne Kitchener konnte – unter Verwendung einer einzelnen Wärmequelle – zum Kochen, Braten, Backen und Warmhalten benutzt werden. Er wurde als eine der größten Haushaltserrungenschaften des 19. Jahrhunderts gepriesen.

The Kitchener: Eine zeitgenössische Werbeanzeige beschrieb ihn wie folgt:-

„die praktischste Vorrichtung, um auf angenehmste Art und Weise – ob einzeln oder gleichzeitig – sämtliche Aufgaben beim Kochen und Backen mit nur einer, noch dazu offenen, Befeuerung auszuführen; der Herd ist für jede Küchengröße geeignet, vom kleinen Haus bis hin zum großen Landsitz oder Hotel... Seine Handhabung ist in jedem Schritt der kulinarischen Zubereitung so einfach, dass eine falsche Bedienung durch das Personal nahezu ausgeschlossen ist."

Sein herausragender Status blieb lange unangetastet: von Königin Victoria bis hin zu Eduard VII., vom König von Italien bis hin zum deutschen Kaiser – der Kitchener war in allen Herrschaftshäusern anzutreffen. Und für die „Lords und Ladies“ im ganzen Land war er nicht nur ein Statussymbol, sondern – wie später auch der Aga – ein fester Bestandteil ihrer Lebensart.

1844 übernahm Sidney Flavel nach dem Tod seines Vaters die Firma und leitete von da an die Geschäfte. Auch unter seiner Führung dominierte der Kitchener weiterhin den Markt.

1851 präsentierte Sidney Flavel den Kitchener auf der Great Exhibition, der ersten Weltausstellung, im Londoner Crystal Palace. Auf der Ausstellung führten rund 19.000 Unternehmen ihre Produkte vor und demonstrierten die Überlegenheit der britischen Hersteller zur damaligen Zeit. Es wurden nur 17 Goldmedaillen mit Auszeichnung verliehen, und eine dieser Medaillen ging an den Kitchener.

Der Kitchener wurde auch Ihrer Königlichen Hoheit, Königin Victoria, vorgeführt. Sie besuchte die Ausstellung mit ihrer Tante, der Herzogin von Gloucester, die einen Kitchener für den Kensington-Palast bestellte.

Zwischen 1851 und 1905 erhielt der Kitchener viele weitere Preise und Goldmedaillen in aller Welt, und während der gesamten viktorianischen Epoche wurde er kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.

Nach dem Ersten Weltkrieg ebneten dann die Entwicklungen in der Gas- und Elektrizitätsversorgung der nächsten Herdgeneration den Weg. Ein Großteil der Gusseisen-Technologie wurde auch von Rangemaster’s Schwesterunternehmen Aga übernommen und ging an Alastair Darby’s Gießerei in Coalbrookdale über, wo seit 1946 Aga- und Rayburn-Herde hergestellt werden.

Sidney Flavel blieb stets an vorderster Front in Sachen Herddesign und -technologie und hielt die innovative Tradition aufrecht. Zahlreiche technologische Entwicklungen bei modernen Küchenherden gehen auf die Werkstätten in Royal Leamington Spa zurück. So waren wir zum Beispiel die Ersten, die Herde in verschiedenen Farben anboten, und auch der kombinierte Elektro-Gas-Herd sowie der klappbare Grill sind Entwicklungen aus den Werkstätten von Leamington.

Eine Initiative aus dem Jahr 1995 brachte schließlich den modernen Rangemaster hervor. Wir besannen uns damals beim Design auf unsere Wurzeln und griffen den gemütlichen englischen Landhausstil wieder auf. Abseits der Massenproduktion brachten wir den Doppelofenherd auf den Markt, den Rangemaster 110. Dieser Herd wurde von unseren Kunden mit Begeisterung aufgenommen, und in der Folge entstand ein ganz neues Marktsegment.

In den späten 1990er Jahren wurde der 110 zur wichtigsten Produktlinie des Unternehmens. Mit der zunehmenden Verlagerung des Schwerpunkts auf Design und „Exzellenz beim Kochen“ wurde die Verbindung zum wachsenden Schwesterunternehmen Aga-Rayburn in Coalbrookdale im Laufe der Zeit immer enger.

Im Jahr 2002 wurde dann beschlossen, das Geschäft auf den Kernbereich Range Cooking zu konzentrieren. Rangemaster’s Stammunternehmen, die Aga Foodservice Group, unterstützte die Entscheidung zur Umwandlung des Standorts Royal Leamington Spa in ein „Centre of Excellence“ für das Range Cooking. Massenproduktionsanlagen und Massenmarken wurden verkauft, und Rangemaster firmiert seither wieder als Premium-Hersteller von Markengeräten.

Im Rahmen eines Investitionsprogramms mit einem Volumen von 4,5 Millionen Euro wurde der Produktionsstandort ausgebaut und ein Modernisierungsprogramm durchgeführt, sodass das Unternehmen sich heute als würdiger Nachfahre von Sidney Flavel’s Eagle Foundry präsentiert. Rangemaster verfügt jetzt über eine moderne Forschungs- und Entwicklungsanlage, die nicht nur neue Produkte auf den Markt bringt, sondern auch Produktlinien speziell für die Anforderungen der europäischen und nordamerikanischen Märkte entwickelt. Darüber hinaus knüpfen wir heute auch wieder an die gusseiserne Tradition von Kitchener und Aga an: mit gusseisernen Rosten, die in Coalbrookdale hergestellt werden.

Quelle: www.falcondeutschland.com